Wertgutachten zur Immobilie
Wertgutachten spielen in der Immobilienwirtschaft eine ganz entscheidende Rolle. Dieser Artikel erläutert, weshalb Immobiliengutachten erforderlich sind und welche Methoden zur Objektbewertung herangezogen werden.
Die Gründe, weshalb Immobiliengutachten erstellt werden, können ganz unterschiedlich sein.
So sind beispielsweise viele Unternehmen dazu verpflichtet, den Wert ihrer Objekte regelmäßig zu
ermitteln, um diese in der Bilanz richtig ausweisen zu können. Doch nicht nur Unternehmen, sondern
auch Privatpersonen geben bei gegebenem Anlass ein Immobiliengutachten in Auftrag. Das sind
hauptsächlich Immobilienverkäufer, die wissen möchten, welchen Preis ihr Objekt am Markt
augenblicklich erzielen kann. Außerdem sind viele Eigentümer dazu gezwungen, ihre Immobilien zu
beleihen, um in den Genuss größerer Darlehen zu kommen. Zur eigenen Sicherheit lassen deshalb viele
Banken die Objekte der Kunden bewerten, um sichergehen zu können, dass der erzielbare Preis im
Falle einer Zwangsversteigerung auch das Darlehen abdeckt.
Was die Wertermittlung im Einzelnen betrifft, so gibt es drei verschiedene Verfahren. Das geläufigste und auch einfachste Verfahren ist das Vergleichswertverfahren, welches überwiegend bei der Bewertung von selbst genutzten Wohnungen und Häusern angewendet wird. Bei dieser Methode wird das Objekt mit ähnlichen Objekten in gleicher Lage - beziehungsweise in derselben Region - verglichen, um auf den aktuellen Marktwert schließen zu können.
Ein weiteres Verfahren ist das Sachwertverfahren. Das Grundprinzip, welches dahinter steckt, sieht vor, dass man versucht zu ermitteln, was es kosten würde, die Immobilie im augenblicklichen Zustand herzustellen. Dieses Verfahren ist sehr aufwändig und erfordert einen sachkundigen Gutachter.
Zu guter Letzt gibt es noch das Ertragswertverfahren, welches bei Objekten angewendet wird, die als Kapitalanlage vorgesehen sind. Typische Objekte sind Business Parks, Büroimmobilien und Objekte mit mehr als 3 Wohneinheiten. Als Berechnungsgrundlage dient der Jahresrohertrag, welcher mit einem entsprechenden Kapitalisierungsfaktor multipliziert wird.