Immoblilien als Kapitalanlage
Besonders in Deutschland gelten Immobilien seit jeher als beliebte und attraktive Kapitalanlage. Diese Beliebtheit ist im Grunde genommen auf zwei Ursachen zurückzuführen. Die erste Ursache ist die, dass viele Kapitalanleger der Meinung sind, dass sie eine vermietete Immobilie in schlechteren Zeiten immer noch zur Eigennutzung heranziehen können - sie betrachten ihr Investment quasi auch als Notgroschen oder Altersvorsorge. Der andere Grund für Investitionen in Immobilien bei privaten Kapitalanlegern ist die Tatsache, dass aus dem Investment auch steuerliche Vorteile hervorgehen können.
Immobilien, die als Kapitalanlage genutzt werden, bringen für den Anleger einige interessante Vorteile mit sich. Auch wenn zwei wesentliche Gründe für eine Investition in Immobilien bereits genannt wurden, so sollen diese im Folgenden nochmals genauer erläutert werden. Der erste Punkt ist schnell erläutert, es dürfte verständlich sein, dass Immobilieneigentum stets zur Eigennutzung herangezogen werden kann. Was die steuerlichen Vorteile betrifft, so entstehen diese, wenn man in der Einkunftsart Vermietung und Verpachtung ein negatives Ergebnis erwirtschaftet und dieses mit anderen Einkünften verrechnet, um das zu versteuernde Einkommen zu verringern. Aufgrund stetiger Inflation steigen auch die Immobilienpreise, somit sind auch Gewinne im Falle einer Veräußerung zu erzielen.
Doch leider ist es auch so, dass Immobilien, die als Kapitalanlage dienen, auch Risiken mit sich bringen. Das größte Risiko ist ein möglicher Mietausfall, welcher den Vermieter schnell teuer zu stehen kommen kann, sofern beispielsweise hohe Kreditraten anstehen oder sich gar ein langwieriger Rechtsstreit mit dem Mieter anbahnt. Ein weiteres Risiko ist auch ein möglicher Wertverfall. Eigentümer von Ostimmobilien können ein Lied davon singen, deren Objekte im Wert oft um mehr als 30 Prozent gefallen sind. Kein Risiko, aber ein möglicher Nachteil ist der, dass Immobilienvermögen besonders schnell verkauft und in Geld transferiert werden kann.
Grundsätzlich bleibt zu sagen, dass Immobilien als Kapitalanlage immer noch wettbewerbsfähig sind, auch wenn den Anlegern inzwischen andere Alternativen wie beispielsweise geschlossene Immobilienfonds zur Verfügung stehen. Auf jeden Fall sollte eine Investition in Immobilien gut überlegt sein, damit das Investment möglichst wenig Arbeit bereitet.